Ausgezeichnet: Das Herder-Gymnasium Schneeberg ist „MINT-freundliche Schule"

  • K. Kowarik
Ausgezeichnet: Das Herder-Gymnasium Schneeberg ist „MINT-freundliche Schule"

Am 15. September 2026 wurde das Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium Schneeberg an der TU Bergakademie Freiberg mit dem Siegel „MINT-freundliche Schule" ausgezeichnet – einer bundesweiten Ehrung der nationalen Initiative „MINT Zukunft schaffen!", die unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz steht.

An diesem Tag wurden an der TU Bergakademie Freiberg insgesamt elf „Digitale Schulen" und 15 „MINT-freundliche Schulen" aus ganz Sachsen geehrt – 20 Schulen erhielten zusammengenommen 26 Auszeichnungen, sechs davon gleich beide Siegel an einem Tag, acht Schulen zum allerersten Mal. Überreicht wurden die Urkunden von Staatssekretär Wilfried Kühner vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus, gemeinsam mit Prof.in Dr. Swanhild Bernstein (Prorektorin der TU Bergakademie Freiberg), Prof. Dr. Christoph Meinel (Vorsitzender von MINT Zukunft e.V.), Stefanie Czybik (TU Dresden) und Christoph Schellenberger (Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke). Die Veranstaltung in Freiberg war die zweite Station der bundesweiten „Tour de MINT" 2026, bei der in diesem Jahr rund 900 Schulen in allen 16 Bundesländern gewürdigt werden. Unter den 20 sächsischen Schulen war in diesem Jahr auch eine aus dem Erzgebirge ganz besonders stolz dabei: unser Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium.

Doch wofür genau steht dieses Siegel? Es würdigt Schulen, die MINT-Themen – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – dauerhaft und lebendig in ihren Schulalltag eingewoben haben. Bei uns steckt dahinter ein Angebot, das über die Jahre gewachsen ist: die jährliche Night of Sciences für die Klassenstufen 7 bis 11, ein breit gefächertes MINT-GTA-Programm mit Robotik, 3D-Druck, Foto & Medien, Schulsanitätsdienst und Biotop-AG sowie unser Maker Space. Besonders schön: Das 3D-Druck-GTA wird von Schülerinnen und Schülern selbst geleitet. Hinzu kommen unser naturwissenschaftliches Profil mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit von Klassenstufe 8 bis 10 sowie der Wahlgrundkurs Bionik in der Oberstufe. Wer mehr über unsere MINT-Angebote erfahren möchte, wird auf unserer Homepage unter MINT-Profil, Night of Sciences und Naturwissenschaftliches Profil fündig. Verliehen wird das Siegel jeweils für drei Jahre – die nächste Rezertifizierung steht damit 2029 an.

Das Siegel wurde im rahmen einer feierlichen Ehrungsveranstaltung den anderen anwesenden Schulen uns übergeben. Bevor es zur eigentlichen Ehrung kam, durften die geladenen Schulen zunächst die Ausstellung „Vom Salz des Lebens – Eine Reise in die Welt der Rohstoffe" besichtigen. Bei einem Imbiss und im Austausch mit Partnern und Initiativen aus dem MINT-Bereich ließ sich anschließend trefflich netzwerken, bevor um 14 Uhr die feierliche Übergabe begann. Den Abschluss bildete um 16 Uhr ein gemeinsames Gruppenfoto aller ausgezeichneten Schulen. Auf diesem Foto findet sich auch eine kleine Delegation unseres Gymnasiums wieder: Für uns nahmen Schulleiterin Frau Elle, Oberstufenberater Herr Meyer und Herr Kowarik – die beiden Letztgenannten hatten gemeinsam den umfangreichen Antrag erarbeitet – die Auszeichnung entgegen, begleitet von Frau Grimm, Schülersprecherin Colleen Schildt (Jahrgangsstufe 11) sowie den Schülern Maximilian Geller und Samuel Knöfel (beide 10b, Leiter bzw. Mitglied des 3D-Druck-GTA). Dass gleich drei Schüler mit nach Freiberg reisen durften, ist kein Zufall: Dieses Siegel gehört der ganzen Schulgemeinschaft – nicht nur dem Lehrerzimmer.

Zurück in Schneeberg ließ es sich unsere Hausmeisterin nicht nehmen, das neue Siegel bereits am nächsten Tag im Foyer aufzuhängen – dort hängt es nun für alle sichtbar und erinnert an das, was viele - Kollegium, Schülerschaft, Schulleitung und Förderverein - gemeinsam möglich gemacht haben.

Wir sind stolz auf diese Auszeichnung und danken allen, die mit ihrem Einsatz dazu beigetragen haben – im Unterricht, in den GTAs, bei der Night of Sciences und an vielen Stellen, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht.

Fotos: (c) Andreas Hiekel | TUBAF